Fusion/Sensoren
Fusion zeigt zwei Arten von Sensoren an: den internen Umweltsensor im Gehäuse und externe Sensoren im WLAN, die per MQTT melden (z. B. ESPHome). Welche Sensoren auf dem Display erscheinen, wird in der WebUI unter http://wettercube-fusion.local/sensoren festgelegt (Karte „Sensoren“ auf der Startseite). Home Assistant ist dafür nicht nötig, nur ein MQTT-Broker.
Interner Sensor (AHT20 + BMP280)
| Modul | AHT20 (Temperatur, Feuchte) + BMP280 (Druck) auf einer Platine, 4 Pins: VDD, SDA, GND, SCL |
| Anschluss | I²C-Bus des Boards (auf dem S3-Entwicklungsboard der I²C-Anschluss, SDA 8 / SCL 9), Versorgung 3,3 V |
| Adressen | AHT20 0x38, BMP280 0x77 (oder 0x76); sie kollidieren nicht mit dem Touch und dem IO-Baustein des Boards
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| Messung | alle 30 Sekunden; der BMP280 misst im Forced Mode, um die Eigenerwärmung klein zu halten |
| Anzeige | wird automatisch erkannt (alle 60 s neu gesucht) und erscheint als „Temperatur“, „Luftfeuchte“, „Luftdruck“ im Raum „Gehaeuse“ |
Korrektur (Offset): Im Gehäuse wird der Sensor von Display und Prozessor erwärmt, die Temperatur zeigt dann zu viel und die Feuchte zu wenig an. Pro Sensor lässt sich eine Korrektur eintragen, die zum Messwert addiert wird. Am einfachsten geht es mit „Abgleich“: Referenzthermometer ablesen, Wert eintragen, die Fusion berechnet den Offset selbst. Die Feuchte wird nach der Korrektur auf 0–100 % begrenzt.
Luftdruck: Der interne Druck wird mit der eingetragenen Höhe über Meer auf Meereshöhe umgerechnet, damit er mit Wetterkarten und den Wetterdaten vergleichbar ist.
Externe Sensoren per MQTT (ESPHome), Schritt für Schritt
Was ist das? MQTT ist wie ein schwarzes Brett im Heimnetz: Deine Sensoren (z. B. ESPHome) hängen dort ihre Messwerte auf, der WetterCube liest sie ab. Das schwarze Brett (Fachwort „MQTT-Broker“) läuft meist schon in deinem Smart Home, bei Home Assistant als Zusatz „Mosquitto broker“. Du brauchst nur dessen IP-Adresse. Hast du keine solchen Sensoren, kannst du das ignorieren.
Öffne http://wettercube-fusion.local/sensoren. Die Seite führt dich in drei Schritten:
- Verbinden: Trage die IP-Adresse ein (z. B.
192.168.178.20) und drücke „Verbinden“. Die IP-Adresse findest du im Router unter „Heimnetz“ oder in Home Assistant unter Einstellungen → System → Netzwerk. Ein Zahlenwert klappt zuverlässiger als ein Name. Nur wenn die Zentrale ein Passwort verlangt, klappe „Ist die Zentrale mit Benutzername und Passwort geschützt?“ auf. Die Statuszeile sagt dir in einfachen Worten, ob es geklappt hat: Verbunden, Anmeldung abgelehnt (Benutzername/Passwort prüfen) oder Nicht erreichbar (Adresse und WLAN prüfen). - Sensoren auswählen: Sobald die Verbindung steht, erscheinen alle Sensoren, die sich im Netz melden (das kann nach dem Verbinden bis zu einer Minute dauern). Haken setzen und „Ausgewählte hinzufügen“ drücken. WLAN-Signal und Laufzeit sind ausgeblendet; „auch technische Werte zeigen“ blendet sie ein.
- Das zeigt der WetterCube an: Hier siehst du die Auswahl mit Namen, Raum und aktuellem Wert. Name und Raum lassen sich ändern, mit dem Haken wird ein Sensor ausgeblendet, mit × entfernt. Mit Kachel legst du fest, welche Werte zusammen in einer Kachel erscheinen (siehe unten). Danach „Speichern“. Die Werte erscheinen auf der Sensor-Seite des Displays.
Werte in einer Kachel zusammenfassen: Trage bei mehreren Sensoren im Feld Kachel denselben Namen ein (z. B. „Wohnzimmer“ für Temperatur, Luftfeuchte und Luftdruck eines Raums), dann zeigt das Display sie zusammen in einer Kachel, jeder Wert mit eigenem Icon und Namen. Bleibt das Feld leer, bekommt der Sensor wie bisher eine eigene Kachel. Zwei Knöpfe sparen Tipparbeit: Pro Raum zusammenfassen setzt als Kachel-Namen den Raum (nur wenn der Raum mehrere Sensoren hat), Alle einzeln anzeigen leert alle Kachel-Felder. Beim Hinzufügen aus der Suche fasst ein Haken die Werte desselben Geräts automatisch zusammen (voreingestellt an, jederzeit änderbar). Die Reihenfolge der Kacheln und der Werte darin richtet sich nach der Reihenfolge der Sensoren (erweiterte Einstellungen).
Icon, Korrektur, Reihenfolge, Abgleich, Höhe und das Hinzufügen von Hand (MQTT-Thema) stehen unter „Erweiterte Einstellungen zeigen“, damit die Seite für Einsteiger übersichtlich bleibt.
Meldet sich nichts? ESPHome sendet nur per MQTT, wenn die Konfiguration des Sensors einen Abschnitt mqtt: enthält (mit der Adresse der Zentrale). Wer ESPHome ausschließlich über die Home-Assistant-API anbindet, sendet keine MQTT-Werte. Die Discovery meldet sich beim Start des Sensors; dann den Sensor einmal neu starten.
Passwort: Es bleibt auf dem Gerät und steht weder im Log noch in der Einstellungssicherung. Empfehlung: einen eigenen, nur lesenden Zugang für den WetterCube anlegen (Beispiel unten).
Wichtig bei ESPHome: Abweichungen, die im ESPHome-Code per Filter (offset:) korrigiert werden, sind in den gesendeten Werten bereits abgezogen. Die Korrektur in der Fusion bleibt dann bei 0, sonst wird doppelt korrigiert. Wert und Rohwert stehen in der Tabelle nebeneinander.
Das Topic eines ESPHome-Sensors lautet im Normalfall <Knotenname>/sensor/<name>/state (Nutzlast: die Zahl als Text), die Erreichbarkeit <Knotenname>/status (online/offline). Ein Sensor ohne Meldung seit 15 Minuten oder mit offline gilt als nicht verfügbar.
Beispiel für einen nur lesenden Zugang (Mosquitto, Datei acl):
user fusion topic read homeassistant/sensor/# topic read +/sensor/# topic read +/status
Sicherung: Die Sensorliste und die Broker-Adresse stehen in „Einstellungen sichern“, das Passwort nicht.
Räume für die Lüften-Ampel
Damit die Lüften-Ampel einen Raum erkennt, brauchen ein Temperatur- und ein Feuchtesensor denselben Raum (Spalte „Raum“). Die Ampel erscheint als Streifen oben auf der Sensor-Seite.
Grenzwerte und Warnungen
Pro Sensor lässt sich in der Spalte Warnen unter / über eine untere und/oder obere Grenze eintragen (zum Beispiel Luftfeuchte über 65 %); leer lassen heißt keine Warnung. Liegt der Wert mehr als anderthalb Minuten jenseits der Grenze, beginnt ein Alarm: Die Kachel auf der Sensor-Seite bekommt einen roten Rand mit rotem Wert, die Hinweis-Kachel des Hauptscreens zeigt den Sensor (Raum, Name, Wert; bei mehreren „+n“) und, wenn ntfy eingerichtet ist, kommt eine Nachricht aufs Handy (siehe Einstellungen). Der Alarm endet erst, wenn der Wert um eine kleine Spanne (2 % der Grenze, mindestens 0,3) innerhalb der Grenze liegt, damit er an der Grenze nicht flackert. Schweigt ein Sensor länger als 15 Minuten, gilt sein Alarm nicht mehr. Die Hinweis-Kachel lässt sich unter Anzeige → „Hinweise auf dem Hauptscreen“ abschalten. Das /log nennt die Zahl der Grenzwerte und aktiven Alarme.
Sensor-Seite
Die Seite „Sensoren“ (nach der Luftqualität) zeigt je Kachel entweder einen einzelnen Sensor mit Icon, Name, Raum, Wert und Statuspunkt oder, wenn du Sensoren in der WebUI zusammengefasst hast, einen Kachel-Namen mit einer Zeile je Wert (Icon, Name, Wert). Der Statuspunkt ist grün, wenn alle Werte der Kachel aktuell sind, rot, wenn mindestens einer offline oder veraltet ist, grau, solange noch nichts empfangen wurde. Bis zu 16 Sensoren passen; ab neun Kacheln werden sie kompakt, Kacheln mit mehreren Werten dürfen höher sein. In der WebUI lässt sich pro Sensor das Icon wählen (Thermometer, Luftfeuchte, Luftdruck, Wind, Pollen, UV, Regentropfen, …), sonst wählt die Firmware es nach der Einheit.
Viele Sensoren: mehrere Seiten. Passen nicht alle Kacheln (Sensoren und Schalter) auf eine Seite, teilt sich die Sensor-Seite in Seiten. Wie viele Kacheln auf eine Seite kommen, stellst du in der Weboberfläche unter Anzeige → „Sensor-Seite: Kacheln pro Seite“ ein: 12 (kompakt, Standard) oder 8 (größer und besser lesbar). Unten zwischen Home- und Weiter-Taste steht dann „< 1 / 2 >“: antippen blättert (nach der letzten Seite wieder zur ersten), ebenso Wischen nach links oder rechts auf den Kacheln. Hat ein Sensor auf einer anderen Seite einen Alarm, erscheint ein roter Punkt neben der Seitenanzeige. Die Reihenfolge der Kacheln bestimmst du wie bisher in der Weboberfläche, die Schalter-Kacheln stehen hinter den Sensoren.
Der Wind (Open-Meteo) steht nicht auf dieser Seite, sondern im Wind-Container des Hauptscreens: Ein Pfeil dreht sich weich zur Windrichtung (er zeigt, wohin der Wind weht), daneben stehen Richtung und Geschwindigkeit.
Schalter-Kacheln
Hinter den Sensor-Kacheln erscheinen auf derselben Seite Schalter-Kacheln, mit denen du Geräte im Smart Home schaltest (Licht, Steckdose). Einrichtung und Beispiele: Home Assistant und Schalter.
Auf dem Display
Die Bildschirme dafür entstehen später in PicoPixel. Passende Icons (Thermometer, Luftfeuchte, Wind, Pollen, Luftdruck, UV und weitere aus den Meteocons, MIT) liegen als PNG im Repository unter assets/icons/meteocons/. Die Firmware liefert die sichtbaren Sensoren in der eingestellten Reihenfolge (Raum, Name, Wert, Einheit, online/offline) über sensorenAnzeige().